Digitale Unabhängigkeit der städtischen Verwaltung
✦ KI-Zusammenfassung
In einer Stellungnahme des Dortmunder Systemhauses zur digitalen Unabhängigkeit der Stadtverwaltung werden die aktuellen Entwicklungen bei der Nutzung von Software und der digitalen Souveränität dargelegt. Dies geschieht als Antwort auf Anfragen der Fraktion Die Linke & Tierschutzpartei. Eine Bestandsaufnahme zeigt, dass die Anzahl der eingesetzten Open-Source-Softwareprodukte seit 2019 von 29 auf etwa 105 Anwendungen gestiegen ist. Zur Umsetzung der Open-Source-Strategie wurde eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Im Bereich der Cloud-Dienste findet eine Migration von HCL-Domino zu Microsoft Exchange Online über das Pilotkundenprogramm der DELOS-Cloud statt, um eine physische Trennung der Microsoft-Umgebung zu gewährleisten. Eine Umstellung auf OpenDesk wird aufgrund technischer Hürden und komplexer IT-Strukturen derzeit als nicht praktikabel bewertet. Die Beschaffung von IT-Diensten erfolgt über Marktrecherchen und öffentliche Ausschreibungen unter Einhaltung der Vergaberichtlinien.
Softwareprodukte, die zentrale Infrastrukturkomponenten wie Betriebssysteme und Office-Anwendungen umfassen, sind als Standard definiert, um strategische Planungssicherheit zu gewährleisten. Ein Technologiewechsel ist mit erheblichem Aufwand verbunden und erfordert langjährige Planungs- und Umsetzungsphasen. Eine Verlängerung von Support- und Lizenzverträgen beinhaltet daher nicht automatisch eine Prüfung eines Technologiewechsels. Für die Funktionsfähigkeit von Notfall-Arbeitsplätzen ist die Fortführung kritischer Verwaltungsprozesse sowie der Zugriff auf Anwendungen wie Einwohnermeldedaten, Finanzdaten und Personenstandsregister erforderlich. Es bleibt abzuwarten, ob bundesweite Initiativen wie ZenDIS die Hersteller von Fachverfahren dazu bewegen oder verpflichten können, Schnittstellen für Open-Source-Anwendungen im gleichen Maße wie für Microsoft-Produkte bereitzustellen.
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Beratungsfolge
- 08.05.2026zur Kenntnis genommen
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