Aktion Notinsel
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung beantwortet die Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen und Volt zur Aktion „Notinsel“, die Kindern im öffentlichen Raum durch gekennzeichnete Anlaufstellen in Geschäften und Institutionen Schutz bieten soll. Die Verwaltung gibt an, dass die Zielsetzung der Aktion in wesentlichen Teilen dem bereits 2008 beschlossenen Dortmunder Programm „Schutz in der Burg“ entspricht. Über ein aktuell flächendeckend strukturiertes Netzwerk der Aktion „Notinsel“ liegen in Dortmund derzeit keine belastbaren Erkenntnisse vor.
Aus Sicht des Kinderschutzes bewertet die Verwaltung die Bereitstellung niedrigschwelliger Hilfemöglichkeiten grundsätzlich positiv. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass der fachliche Mehrwert von verlässlichen Zugangswegen, abgestimmten Schutzkonzepten und Prozessketten abhängt. Da sich die Lebenswelten von Kindern durch die Verbreitung von Mobiltelefonen verändert haben, müssten neue Anforderungen an die digitale Erreichbarkeit und die Bedeutung stationärer Anlaufstellen berücksichtigt werden.
Die Verwaltung empfiehlt, vor einer Entscheidung über eine Förderung oder Beteiligung eine fachliche Neubewertung des aktuellen Bedarfs unter Einbindung der Koordination Kinderschutz durchzuführen. Dabei sollten die Qualitätssicherung, verbindliche Handlungsabläufe sowie die Eignung teilnehmender Stellen, insbesondere gewerblicher Betriebe, geprüft werden. Es wird vorgeschlagen, zu untersuchen, ob die Sichtbarkeit bereits vorhandener, fachlich qualifizierter Hilfestrukturen im Stadtbild eine effektivere Alternative zur Einführung eines neuen, markengebundenen Programms darstellen könnte. Eine unmittelbare Empfehlung zur finanziellen Förderung der Aktion „Notinsel“ wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausgesprochen.
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Beratungsfolge
- 07.10.2026kein Ergebnis hinterlegt
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