Weiterentwicklung der Hilfen für Wohnungslose Menschen
✦ KI-Zusammenfassung
Die Verwaltung beantwortet im Rahmen der Vorlage 00744-26/3 die Anfragen der Fraktion Die Linke und Tierschutzpartei zur Weiterentwicklung der Hilfen für wohnungslose Menschen. Laut den Angaben des Sozialamtes stiegen die tatsächlich durchgeführten Zwangsräumungen von 370 im Jahr 2023 über 555 im Jahr 20HD4 auf 652 im Jahr 2025 an. Im gleichen Zeitraum wurden 105, 77 bzw. 63 Haushalte ordnungsrechtlich untergebracht. Eine Unterbringung über das Programm Housing First fand nicht statt, da die Betroffenen nicht der dortigen Zielgruppe entsprechen. Über das Wohnraumvorhalteprogramm wurden 30 Haushalte im Jahr 2023, 24 im Jahr 2024 und 20 im Jahr 2025 untergebracht.
Die Verwaltung gibt an, dass nach den Räumungen keine Obdachlosigkeit auftrat, da die Betroffenen entweder ordnungsrechtlich untergebracht oder durch Eigeninitiative wieder in Wohnraum gefunden wurden. Als Ursache für Wohnungsverluste werden in etwa 90 Prozent der Fälle Mietschulden angeführt, gelegentlich auch Eigenbedarf oder mietwidriges Verhalten. Sanktionen des Jobcenters führten nicht zum Verlust von Wohnraum, da Kürzungen den Anteil der Kosten der Unterkunft nicht betreffen.
Für die Zukunft rechnet die Verwaltung aufgrund steigender Wohnkosten und Inflation nicht mit sinkenden Fallzahlen. Zur Prävention wird das „Präventionsteam Wohnraumsicherung“ eingesetzt, das Fälle aus verschiedenen Rechtsgebieten zentral bearbeitet. Ein frühzeitiges Eingreifen ist laut Verwaltung primär dann möglich, wenn Betroffene sich selbstständig bei den Leistungsträgern melden oder das Team durch das Amtsgericht über Räumungsklagen informiert wird.
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Beratungsfolge
- 16.06.2026zur Kenntnis genommen
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