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Stellungnahme der Verwaltung

Benennung eines Ortes im Angedenken an Curt Bloch

37459-25/1

ℹ Zur Kenntnis genommen 08.09.2026 · 6. Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt-Ost · zur Kenntnis genommen

✦ KI-Zusammenfassung

Die Verwaltung der Kulturbetriebe hat in einer Stellungnahme zur Anfrage aus der Sitzung vom 11. März 2025 die historische Biografie von Curt Bloch sowie die Schicksale seiner Familienangehörigen dargelegt. Ziel der Ausführungen ist die Begründung für die Benennung eines Ortes im Gedenken an Curt Bloch.

Die Dokumentation beschreibt, dass die Familie Bloch in Dortmund ein Feinkostgeschäft betrieb und unter der nationalsozialistischen Herrschaft zunehmend Verfolgung ausgesetzt war. Die Verwaltung führt aus, dass die NS-Parteizeitung „Westfälische Landeszeitung – Rote Erde“ eine Pressekampagne gegen das Geschäft führte, die mit Drohungen einherging. Im Zuge der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde das Geschäft durch die SA zerstört. In der Folge wurde der Verkauf des Familienbesitzes an die Stadt Dortmund im Januar 1939 dokumentiert, wobei die Familie durch die Androhung von KZ-Haft zur Veräußerung bewegt wurde. Der Erlös wurde durch das Finanzamt für Abgaben und Steuern einbehalten.

Die Stellungnahme dokumentiert zudem die Deportation und Ermordung von Familienmitgliedern in Vernichtungslager wie Sobibor und Stutthof. Das Stadtarchiv Dortmund bestätigt die Richtigkeit der vorliegenden historischen Informationen und befürwortet ausdrücklich die Benennung eines Platzes oder einer Straße im Dortmunder Stadtgebiet nach Curt Bloch.

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